Wendelstein W7-X

Im Kernforschungszentrum Wendelstein W7-X in Greifswald, Deutschland, liefern die Hochspannungsversorgungen von Ampegon einen wichtigen Mosaikstein auf dem Weg zu einer besseren und sauberen Technologie der Zukunft.

Seit 1983 unterstützt Ampegon aktiv die Suche nach sauberer Energiegewinnung: die Firma entwickelt und liefert flexible, verlässliche und skalierbare HS-Leistungsversorgungen und HF-Verstärkersysteme an Fusionseinrichtungen in aller Welt. Systeme von Ampegon liefern die Leistung für Plasma-Heizsysteme wie die Elektronen-Zyklotron-Resonanz-Heizung (ECRH), die Ionen-Zyklotron-Resonanz-Heizung (ICRH) und die Neutralteilchen-Injektions-Heizung (NBI).

Ein Hauptziel der Plasma- und Fusionsforschung ist es zu zeigen, dass Energie langfristig, sicher und aus umweltfreundlichen Energiequellen erzeugt werden kann. Die Kernfusion ist dafür besonders gut geeignet, da sie Brennstoffe einsetzt, die auf der Erde reichlich vorhanden sind: Deuterium, das natürlich in Meerwasser vorkommt, und Tritium, das aus Deuterium synthetisiert werden kann. Um Fusionsenergie erzeugen zu können, muss ein ionisiertes Plasma aus Deuterium und Tritium auf eine Temperatur von 60 Millionen bis 130 Millionen Grad Celsius erhitzt werden. Da Plasma die Wände eines Reaktors nicht berühren darf, weil es sonst abkühlen oder die Wände beschädigen würde, wird es durch Magnetfelder eingeschlossen, isoliert und so auf Abstand zur Gefässwand gehalten.

Um Fusionsenergie erzeugen zu können, muss ein ionisiertes Plasma aus Deuterium und Tritium auf eine Temperatur von 60 Millionen bis 130 Millionen Grad Celsius erhitzt werden.

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) untersucht die physikalischen Grundlagen für den Bau eines Fusionskraftwerks, das - ähnlich wie die Sonne und Sterne im Universum - die gleichen Fusionsprozesse nutzen kann. Das Projekt Wendelstein W7-X hofft dieses Ziel mit einem komplexen helikalen Reaktor, einem sogenannten Stellerator, zu erreichen.

Mit rund 1100 Mitarbeitern ist IPP eines der grössten Zentren für Fusionsforschung in Europa. IPP ist dem Europäischen Fusionsprogramm angeschlossen und mit der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren assoziiert. Das IPP unterhält zwei Standorte: Garching (1960 gegründet) und Greifswald (1994 gegründet).

Die Kostenschätzungen für den W7-X-Stellerator belaufen sich auf eine Mrd. Euro. Nach seiner Fertigstellung soll der Stellerator zeigen, dass Plasma im Dauerbetrieb kontrollierbar ist und damit den Weg für neue Kraftwerkstypen ebenen. Die Anlage hat am 3. Februar 2016 zum ersten Mal erfolgreich Wasserstoff-Plasma erzeugt, nachdem im Rahmen eines Festaktes Bundeskanzlerin Angela Merkel per Knopfdruck den Startschuss gegeben hat.